Review

Inzwischen liegt uns also bereits der sechste Teil der düsteren Saga um die Zukunft von Batman und seiner Stadt Gotham vor. „Batman: Dark Knight III“ ist als Fortsetzung des Genre-Klassikers „Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters“ von Frank Miller zu verstehen. Dieser Meilenstein der Comic Welt war auch die größte Inspiration für den neuen Batman in der Comicverfilmung „Batman v Superman: Dawn of Justice“.

Im Vordergrund dieser dystopischen Story steht – schon traditionell – ein gealterter Batman. An seiner Seite befinden sich hier neue und alte Verbündete wie etwa Superman, Flash und Aquaman oder aber Commissioner Ellen Yindel, die Polizeichefin wurde, als Jim Gordon in Rente ging. Außerdem sehen wir auch das neue Batgirl in Aktion. 

Die Kontrahenten sind kryptonische Extremisten aus der geschrumpften Flaschenstadt Kandor, die die Welt mit Terror überziehen. Die Fanatiker Kryptons werden angeführt von Quar, dem jedes Mittel recht ist, um seinen Willen durchzusetzen, und seinem brutalen Sohn Baal, der auch noch mit Lara anbandelt. Wer Lara ist? Sie ist in dieser Welt Supermans und Wonder Womans Tochter. Das Problem an der ganzen Geschichte ist, dass die kryptonischen Extremisten allesamt so stark sind wie Superman; sie teilen jedoch auch seine große Schwäche in Bezug auf Kryptonit.

Daher lässt Batman durch einen technischen Kniff synthetisches Kryptonit regnen. Die Schlacht um die düstere Zukunft der Welt soll dadurch eine entscheidende Wendung nehmen. Batman und seinen Verbündeten gelingt es somit kurzfristig, die Oberhand zu gewinnen. Allerdings soll die Ausgabe dennoch mit einem dramatischen Cliffhanger enden. Mehr soll diesbezüglich aber nicht verraten werden. 

Wie in jedem „Batman: Dark Knight III“-Heft gibt es auch vorliegend als Extra ein vom Meister Frank Miller persönlich gezeichnetes Mini-Comic im Comic selbst – mit Artwork von Frank Miller und Klaus Janson. In diesem zügelt Wonder Woman ihre Tochter Lara aufgrund ihrer radikalen Entwicklung.

Als Fanboy muss man zunächst gestehen, dass vor allem der Anblick von Batman und Superman in gigantischen Rüstungen – im Stil von „Batman v Superman: Dawn of Justice“ – in dieser Ausgabe große Freude bereitet. 

Leseprobe aus
„Batman: Dark Knight III #6“ (Copyright: Panini Comics)

Das neue Epos aus der Welt des Meilensteins krankt jedoch ein wenig an der Kürze seiner Ausgaben. Die Handlung kommt nur sehr schleppend und gemächlich vorwärts. Dies ist auch insofern frustrierend, als dass der geneigte Leser jetzt wieder bis Mai warten muss, bis es dann weiter geht. Bisher fühlt sich „Batman: Dark Knight III“ leider noch nicht nach einem neuen Klassiker an; es bleibt der Nachgeschmack, dass die Story in sechs Teilen noch nicht allzu viel erzählt hat bzw. an sich deutlich mehr Potenzial hätte.

Zeichner Andy Kubert und Tuscher Klaus Janson gelingt es jedoch – wie gewohnt – das Frank Millersche Artwork der Klassiker einzufangen. Das ist beachtlich, denn Millers Stil ist sehr eigen. Die Werke der Comic-Legende sind stets reduziert und düster. Wer diesen Stil gerne mag, kommt also hinsichtlich des künstlerischen Aspekts voll auf seine Kosten, denn die grimmige Intensität des Artworks kann definitiv überzeugen. Das gilt natürlich umso mehr für das Mini-Comic von Miller höchstpersönlich. Handlungstechnisch passiert in diesem aber aufgrund der Kürze wieder herzlich wenig.

Gegenwärtig ist es daher schwierig, dem potenziellen Leser den Kauf der „Batman: Dark Knight III“-Einzelhefte ans Herz zu legen. Die Abstände zwischen den einzelnen Ausgaben sind doch recht groß und die Handlung dabei dennoch schmal und gemächlich. Mit dem Cliffhanger am Ende dieser Ausgabe lohnt es sich aber für alle, die schon dabei sind, auch weiterhin am Ball zu bleiben. Interessierte sollten womöglich auf die gesammelte Ausgabe warten.  Hardcore-Frank-Miller-Fans haben ohnehin schon zugegriffen und werden hier auch mit einem würdigen Artwork belohnt, dass das „Dark Knight“-Feeling hervorragend einfängt.

Inhalt

Comic-Legende Frank Miller und seine kreativen Mitstreiter präsentieren das nächste Kapitel der Schlacht um die düstere Zukunft des DC-Universums, wie Miller sie einst ersonnen hat.
Batman hat seine Verbündeten positioniert. Doch reicht ihre Stärke, um die skrupellosen Fanatiker Kryptons zu besiegen?

(Quelle: Panini Verlag)

Autoren & Zeichner

Frank Miller (Autor)
ist ein US-amerikanischer Comicautor, Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Er ist vor allem durch seine stilbildenden Comicgeschichten bekannt.

Quelle: Wikipedia)

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Brian Azzarello (Autor)
ist ein US-amerikanischer Comicautor, der unter anderem für die 100 Bullets-Reihe, eine Kurzepisode für Flinch, Episoden für Hellblazer und diverse andere Marvel/DC-Mainstream-Serien schreibt. 100 Bullets gewann 2002 sowohl den Harvey Award als auch den Eisner Award für die beste fortlaufende Serie.

(Quelle: Wikipedia)

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Andy Kubert (Zeichner)
ist ein US-amerikanischer Comiczeichner.

(Quelle: Wikipedia)

Details

Format: A4, Heft
Vö-Datum: 21.02.2017
Originalausgaben: Batman: Dark Knight III -Master Race 6
Seitenzahl: 36
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian

Warum denn so ernst?