Review

Es ist angerichtet für das große Finale; „Batman 58“, die Finalausgabe ist da!
Das Wichtigste
an erster Stelle: Bruce Wayne ist wieder Batman.

Mit dieser Finalausgabe endet eine Batman-Strecke, die bereits im Sommer 2012 in Deutschland begann und uns damit über Jahre hinweg begleitet hat. Mit „Batman 1“ und einem Serienmörder, dem Puppenmacher, ging die Reihe damals schon äußerst vielversprechend los. „Batman 58“ bietet jetzt natürlich auch einen guten Anlass, um die vergangenen Abenteuer des Dunklen Ritters Revue passieren zu lassen.

Die Geschichten um die Fledermaus aus Gotham City aus dieser Reihe konnten mit einigen hervorragenden Storys aufwarten. Besonders hervorzuheben ist Batmans Kampf gegen den Rat der Eulen, der jetzt schon ein moderner Klassiker ist und den kein Batman-Fan verpassen sollte (also unbedingt nachlesen!).
Sehr gut gelungen waren etwa auch die Batman-Mega-Events „Der Tod der Familie“, „Jahr Null“ oder auch vor nicht allzu langer Zeit „Todesspiel“. In dem zuletzt genannten Batman-Event kam es dann auch zum entscheidenden Duell zwischen dem Joker und dem Dunklen Ritter. Nach dieser Schlacht sollte in Gotham  eine ganze Weile alles anders werden, denn Jim Gordon wurde der neue Batman (kein derart umwälzendes Ereignis wie etwa Dr. Octopus als SpiderMan; dennoch ein ziemlicher Paukenschlag!) und Bruce Wayne verlor seine Erinnerungen. Diese Änderungen begleiteten den eifrigen Batman-Leser nun bis zur Finalausgabe.

Gordon und Batman über den Dächern von Gotham in „Batman 58“ (Copyright: Panini Verlag)

Der Hauptgewinn der Batman-New 52-Strecke war jedoch die Erkenntnis, dass die Macher, Autor Scott Snyder und Zeichner Greg Capullo, ein unfassbares Dreamteam sind. Wahrlich ein Glück für den Leser, dass sich diese Idealbesetzung aus zwei Comic-Mega-Stars beinahe durchgehend dem Mitternachtsdetektiv angenommen hat. Dies ist sicher auch einer der Gründe, warum diese Serie als eine der wenigen der „New 52“ noch bis zum Ende überlebt hat. An dieser Stelle also ein Appell an die Batman-Fans: Wer diese Reihe verpasst hat, sollte sich die Ausgaben, in welcher Form auch immer (Hefte oder Sammelbände), noch zulegen. 

Nach diesem längeren Vorwort kommen wir nun aber zum finalen „Batman 58“, der die US-Batman-Hefte 51 und 52 umfasst, wobei US-Batman 51 aus der Feder von Scott Snyder stammt und von Greg Capullo in Szene gesetzt wird.

Wie bereits erwähnt, war zuletzt noch James Gordon als Batman unterwegs. Vorliegend heißt es aber eindeutig: „back to the roots„, denn Bruce Wayne ist wieder Batman.
Nach einem Erdbeben und einem Stromausfall durchstreift der Mitternachtsdetektiv seine Stadt in einem (minimal veränderten) neuen Outfit, das sich durch eine goldene Umrandung des Bat-Symbols auf seiner Brust und violettes Futter unter seinem Umhang auszeichnet. Das sieht durchaus schnittig aus!
Wir verleben eine ruhige Nacht mit Batman, in der zukünftige Konflikte mit den größten Schurken aus Gotham City lediglich angedeutet werden. Einen nostalgischen Moment erlebt der Leser, wenn sich, auf einem Dach unter dem Bat-Symbol an Gothams nächtlichen Himmel,
Polizeichef Gordon und Batman in ihren angestammten Rollen begegnen und Gordon das Gespräch wie folgt beendet: „Ich dreh mich gar nicht erst um. Du bist ja eh schon weg. Aber sei bitte vorsichtig.“ Begleitet wird die Handlung außerdem durch eine „Gotham ist“-Kolumne, die die Bedeutung der Fledermaus für seine Stadt und ihre Einwohner betont und ihn hochleben lässt.

Vielleicht siehst du es in den Gesichtern all derer, die du beschützt. Wenn auch nur für EINEN Moment. Für eine Nacht. Ich hoffe, du schaust dich in der Stadt um und siehst uns nur von der guten Seite. Damit auch dir mal eine ruhige Nacht vergönnt ist.

Die Handlung ist hier nicht atemberaubend oder actiongeladen, aber Scott Snyder gelingt – wie es auch zu erwarten war – ein würdiger, emotionaler Abschluss einer ganz tollen Serie. Dass die Kunst von Greg Capullo über jeden Zweifel erhaben ist und für jede Comic-Serie nur einen Gewinn bedeuten kann, veranschaulicht auch die Finalausgabe noch einmal eindrucksvoll. Die Arbeit der Mega-Stars Scott Snyder und Greg Capullo hat hier ein gebührendes Ende gefunden.

Alfred und Bruce in „Batman 58“ (Copyright: Panini Verlag)

Die vorliegende Ausgabe endet aber erst endgültig mit dem US-Batman-Heft 52 von Autor James Tynion IV und Zeichner Riley Rossmo. Diese Ausgabe ist insbesondere mit zahlreichen Flashbacks gespickt und der Leser erlebt noch einmal viele prägende Ereignisse aus Bruce Waynes Vergangenheit.
Die Idee hinter dieser Story besteht darin, dass Bruce Wayne bereits kurz nach dem Tode seiner Eltern damit begonnen hat, in einem Notizbuch eine Liste von allen Dingen zu machen, die er glaubt tun zu müssen, um über den Tod seiner Eltern hinwegzukommen; also eine Therapiemaßnahme, um den Schmerz zu verarbeiten. Außerdem begegnet uns noch der mit einer verrückten Optik ausgestattete neue Schurke Crypsis. Dieser hat es auf Bruces wertvollsten Besitz abgesehen…

Diese Story ist kein derart runder Abschluss wie der aus der Feder von Scott Snyder, aber dennoch kommt der Leser auch hier auf seine Kosten. Die Zeichnungen von Riley Rossmo können vollends überzeugen.

Mit einem lachenden Auge erkennt der Leser am Ende von „Batman 58“, dass diese Reihe des Dunklen Ritters ein gebührendes Finale erhalten hat; mit einem weinenden Auge wird ihm aber auch offenbar, dass die Arbeit von Scott Snyder und Greg Capullo an den Abenteuern des Dunklen Ritters (zumindest vorerst) ein Ende gefunden hat. Die Freude überwiegt aber natürlich. Nun beginnt also „Rebirth“, die Wiedergeburt des neuen DC-Universums und ein neues Kreativteam darf sich an die Storys rund um den Mitternachtsdetektiv wagen.

Inhalt

Bruce Wayne ist wieder Batman!
Ein Erdbeben und ein Stromausfall scheinen einen Angriff auf Gotham City anzukündigen. Und ein neuer Gegner droht, den Dunklen Ritter zu enttarnen!

Letzte Ausgabe vor REBIRTH.

(Quelle: Panini Verlag)

Autoren

Scott Snyder (Autor)
ist ein US-amerikanischer Schriftsteller.

(Quelle: Wikipedia)

Scott Snyder – Twitter

James Tynion Iv
ist ein amerikanischer Comicbuch-Autor. Er ist vor allem für seine Arbeit an Batman bekannt.

(Quelle: Wikipedia)

James Tynion Iv – Twitter

Details

Format: Heft
Vö-Datum: 14.02.2017
Originalausgaben: Batman 51 + 52
Seitenzahl: 52
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
Warum denn so ernst?