Review

Für alle Leser, die – wie wir – über die Kult-Manga-Serie „Basilisk“ (siehe auch unsere Review zum Anime „Basilisk – Chronik der Koga-Ninja“) im edlen Sammelband-Format von Cross Cult in einen Zustand absoluter Verzückung geraten sind, gibt es jetzt gleich doppelt gute Nachrichten: Nicht nur, dass die Wartezeit seit der Veröffentlichung der „Basilisk Master Edition 1“ bis zur hiesigen „Basilisk Master Edition 2“ nur knapp zwei Monate betragen hat; der zweite und abschließende Band der Master Edition kommt auch noch mit weit über 100 Seiten mehr Inhalt daher als sein Vorgänger. Wenn das mal kein Grund zur (Vor-)Freude ist!

Um den Einstieg in die Ninja-Saga zu erleichtern, wollen wir noch einmal kurz den Inhalt skizzieren:
Zwischen den beiden Ninja-Clans Iga und Kôga herrschte für eine ganze Weile Waffenstillstand, nachdem diese sich zuvor jahrhundertelang bekriegt hatten. Die Rivalität und der Hass zwischen den beiden Familiendynastien bestanden indes fortwährend und so war auch kaum einer der Ninja allzu verärgert, als der Shôgun diese Waffenstillstandsvereinbarung aufhob, um seinen Nachfolger zu bestimmen. Beide Dynastien sollen in einem Kampf mit jeweils zehn ihrer besten Ninja einen der Enkel des Shôgun repräsentieren und derart die streitige Nachfolge klären – freilich „Auf Leben und Tod“.

Die einzigen beiden Mitglieder der Familienclans, die sich sträuben zu kämpfen, sind die jeweiligen beiden jungen Clanoberhäupter Gennosuke der Kôga und Oboro der Iga, die sich in Zeiten der Waffenruhe à la „Romeo und Julia“ ineinander verliebt haben. So hegt Gennosuke denn auch die hehre Hoffnung:

Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Die Kôga des Manji-Tals und die Iga von Tsubagakure … können die Fesseln der Feindschaft sprengen … und einander die Hand reichen und zu einem Clan werden.

Da hat der gute Gennosuke die Rechnung jedoch ohne die feindseligen übrigen Familienangehörigen gemacht, die gar nicht daran denken, Frieden zu schießen und sich munter gegenseitig niedermetzeln.

Folgerichtig heißt es im ersten Kapitel von Band 2 auch schon lange nicht mehr 10 vs. 10, sondern „Fünf gegen Sechs“ und schon bald soll es nur noch „Einer gegen Einen“ heißen …

Doch wer sich hier am Ende gegenübersteht und vor allem wer die epische Auseinandersetzung der beiden Clans für sich entscheiden kann, müsst ihr selbst in Erfahrung bringen.

Wie schon zuvor gibt es auch bei der „Basilisk Master Edition 2“ nichts zu bemängeln. Die Story ist fesselnd geschrieben und die einzelnen Duelle sind actionreich und voller Überraschungen. Das liegt nicht zuletzt an den facettenreichen Fähigkeiten der einzelnen Krieger: scheinbar unsterbliche Ninja, Gift-Ninja, Ninja, die ihr Aussehen nach Lust und Laune verändern können, Blicke, die die stärksten Ninja-Techniken brechen können und und und – hier ist allerhand geboten.

Leseprobe aus der „Basilisk Master Edition 2“ (Copyright: Cross Cult)

Das Artwork ist durchgehend ein Hingucker und sollte jeden Manga-Fan begeistern.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Clanoberhäuptern rutscht nie ins Kitschige ab und sorgt in dem Konflikt der Dynastien für die richtige Würze.

Allein der Hinweis sei erlaubt, dass „Basilisk“ ja immerhin über 20 Charaktere auf seinen gewillten Leser loslässt und diese sich mitunter doch recht ähnlich sehen; geschweige denn, dass diese keine allzu leicht zu merkenden Namen tragen. Passt man sein Lesevergnügen an diese Gegebenheiten an und liest die Bücher ferner ohne längere Unterbrechungen, dürften aber keine größeren Hürden bestehen.

Gab es zuvor als Dreingabe noch eine limitierte Sammelkarte von Gennosuke Kôga, gibt es diesmal natürlich als Äquivalent noch eine solche von Oboro Iga.

Abgesehen von dem lesenswerten Inhalt soll hier auch noch einmal akzentuiert werden, dass die üppigen Master Editionen – gerade im Vergleich zum üblichen Manga-Format – eine absolute Augenweide sind, bei denen auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Manga-Begeisterte sollten sich diese Leckerbissen auf keinen Fall entgehen lassen, und die übrigen Comic-Leser sollten sich eingeladen fühlen, hier einmal hineinzuschnuppern.

Inhalt

Der fünfbändige Kult-Manga in zwei edlen Sammelbänden und neuer Übersetzung.

Im zweiten und letzten Band der beliebten Ninja-Saga spitzt sich die epische Auseinandersetzung der beiden Clans Kôga und Iga noch weiter zu. Gennosuke, das Oberhaupt der Kôga, schmiedet einen geheimen Plan, um dem sinnlosen Töten endlich ein Ende zu setzen. Gemeinsam mit dem Iga-Clan versucht er, die wahren Motive des Shoguns herauszufinden. Dabei gerät er jedoch in eine Falle …

(Quelle: Cross Cult)

Autor & Zeichner

Futarô Yama
war ein japanischer Autor, der im Jahr 1922 geboren wurde. Schon während seines Studiums an der medizinischen Hochschule von Tokio versucht er sich zum ersten Mal als Schriftsteller. Zunächst schrieb er Krimis und Horrorgeschichten, löste dann aber mit seinen Ninja-Chroniken, auf denen Masaki Segawas Manga „Basilisk“ basiert, einen absoluten Ninja-Hype aus. Er starb am 28. Juli 2001.

(Quelle: Cross Cult)

Masaki Segawa
ist ein japanischer Mangaka, der im Jahr 1997 seine Karriere mit „Senma Monogatari“ begann. „Basilisk“ ist seine zweite Manga-Serie und beruht auf einem bekannten Roman von Futarô Yamada.

(Quelle: Cross Cult)

Details

Format: Hardcover
Veröffentlichung: 13.12.2017
Seitenzahl: 500
ISBN: 978-3-95981-469-0
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Manga Cult (Cross Cult)

Copyright Cover: Cross Cult



Über den Autor

Fabian
Fabian
Warum denn so ernst?