Review

Hierzulande erschien der Manga „Basilisk“ von Mangaka Masaki Segawa, der auf einer Vorlage von Futarô Yamada basiert, bereits im Jahre 2005 beim Heyne Verlag. Dabei bekamen Leser der Reihe den fünfbändigen Manga im gewohnt überschaubaren, handlichen Manga-Format serviert.

Anders sieht das nunmehr 2017 mit der Neuveröffentlichung des Mangas bei Cross Cult aus. Unter dem Label „Manga Cult“ erhalten Freunde der Reihe, aber auch interessierte Neuleser eine anmutige, überformatige Hardcoverausgabe, die sogenannte „Basilisk Master Edition“. Statt der früheren fünf, wird es die Ninja-Saga jetzt in zwei jeweils etwa 500 Seiten starken Bänden geben.

Inhaltlich erwartet den Leser in der „Basilisk Master Edition 1″ das folgende Szenario:
Wir schreiben das Jahr 1619. Im Blickpunkt der Ninja-Saga steht insbesondere die seit Jahrhunderten andauernde, tiefe Feindschaft zwischen den beiden Clans der Kôga und der Iga. Zwar gelang es dem Ninja Hattori Hanzô, einen Friedenspakt zwischen den Clans und damit für einige Zeit einen Waffenstillstand durchzusetzen. An der Feindseligkeit zwischen Kôga und Iga ändert sich dadurch jedoch recht wenig. So sehen es denn auch annähernd alle Mitglieder der beiden Clans äußerst erfreut, dass die von Hattori Hanzô erwirkte Waffenstillstandsvereinbarung aufgehoben werden soll. Grund dafür ist, dass sich der Shôgun Ieyasu bereits im Ruhestand befindet, woraufhin es zu einem Gerangel über seine Nachfolge kommt. Man entschließt sich dazu, den nächsten Shôgun mit Hilfe der Ninja zu bestimmen. Die Kôga und die Iga sollen jeweils einen Prinzen als potenziellen Nachfolger unterstützen. Dies ist auch in einer Schriftrolle festgehalten:

Der von Hattori Hanzô erwirkte Friedenspakt ist aufgehoben. Zehn Ninja der Iga und zehn Ninja der Kôga bekämpfen einander bis zum Tod. Der letzte verbleibende Ninja bringe diese Schriftrolle bis zum Ende des fünften Monats nach Schloss Sumpu und ihm und seinem Clan seien tausendjährige Gunst und Wohlstand gewiss.

Dadurch ist auch schon alles angerichtet für ein leidenschaftliches Gemetzel und Blutbad sondergleichen. Lediglich zwei der Betroffenen sind von dem neuerlichen Massenmorden keineswegs begeistert. Der mysteriöse Gennosuke, das Oberhaupt der Kôga, und die zierliche Oboro, Kopf des Iga-Clans, haben in der friedvollen Zeit zueinandergefunden und sind verlobt. Von ihren jeweiligen Clans werden sie vor die Entscheidung gestellt, sich zwischen Liebe und Hass zu entscheiden.

Leseprobe aus der „Basilisk Master Edition 1“ (Copyright: Cross Cult)

Die „Basilisk Master Edition 1″ lässt für Manga-Fans keine Wünsche offen. Der voluminöse, prächtige Band ist allein optisch eine Bereicherung für jedes Regal. Darüber hinaus kann der Sammelband mit einer kurzweiligen und actiongeladenen Story aufwarten, die man in kürzester Zeit verschlingt.

Die jeweils zehn besten Ninja jedes Clans zeichnen sich durch eine eigenwillige Optik und originelle Fähigkeiten und Techniken aus, wodurch die einzelnen Kämpfe äußerst unterhaltsam geraten. Dabei wird auch nicht an Blut und (gelegentlicher) nackter Haut gespart.
Die Inszenierung der
Turteltäubchen Gennosuke und Oboro wirkt dabei wie eine fernöstliche Variante von „Romeo und Julia“ und verschafft der feindseligen Auseinandersetzung dadurch noch einen ganz besonderen Reiz.

Das großartige Artwork des Mangas überzeugt durch und durch. Masaki Segawa entwirft diverse ausgefallene Ninjas sowie absolut dynamische Kampfszenerien mit klaren Strichen, wobei er mitunter Foto-Hintergründe für seine Panels verwendet – äußerst sehenswert! Die Leser kommen außerdem in den Genuss einiger äußerst ansehnlicher Bonus-Farbillustrationen. Als Extra gibt es außerdem noch eine limitierte Sammelkarte von Gennosuke Kôga.

Nach diesem gelungenen Auftakt bei „Manga Cult“ ist es umso erfreulicher, dass der zweite edle Sammelband bereits am 13.12.2017 erscheint.

Inhalt

Der fünfbändige Kult-Manga in zwei edlen Sammelbänden und neuer Übersetzung.

Im späten 16. Jahrhundert herrscht, dank dem legendären Ninja Hattori Hanzô, zwischen den beiden Ninja-Clans Iga und Kôga nach jahrhundertelanger Blutfehde endlich Waffenstillstand. Um seinen Nachfolger zu bestimmen, hebt der Shôgun diesen Waffenstillstand jedoch auf und befiehlt, dass jeweils zehn der besten Ninja jedes Clans in einem blutigen Wettkampf seine beiden Enkel repräsentieren und somit den Streit um die Nachfolge klären sollen.

Als Lohn für den siegreichen Clan warten 1000 Jahre Ruhm und Ehre. Doch die beiden Clanoberhäupter Gennosuke und Oboro, die mittlerweile verlobt sind, stellt dieser Wettkampf vor eine entscheidende Frage: Gilt ihre Loyalität der Person, die sie lieben, oder ihrem Clan?

(Quelle: Cross Cult)

Autor & Zeichner

Futarô Yama
war ein japanischer Autor, der im Jahr 1922 geboren wurde. Schon während seines Studiums an der medizinischen Hochschule von Tokio versucht er sich zum ersten Mal als Schriftsteller. Zunächst schrieb er Krimis und Horrorgeschichten, löste dann aber mit seinen Ninja-Chroniken, auf denen Masaki Segawas Manga „Basilisk“ basiert, einen absoluten Ninja-Hype aus. Er starb am 28. Juli 2001.

(Quelle: Cross Cult)

Masaki Segawa
ist ein japanischer Mangaka, der im Jahr 1997 seine Karriere mit „Senma Monogatari“ begann. „Basilisk“ ist seine zweite Manga-Serie und beruht auf einem bekannten Roman von Futarô Yamada.

(Quelle: Cross Cult)

Details

Format: Hardcover
Veröffentlichung: 11.10.2017
Seitenzahl: 500
ISBN: 978-3-95981-465-2
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Manga Cult (Cross Cult)

Copyright Cover: Cross Cult



Über den Autor

Fabian
Fabian

Warum denn so ernst?