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Berichte

22. November 2016

Bericht: Walking Dead On Broadway w/ Storyteller, The Green River Burial, Imminence (Leipzig, 18.11.2016)

Am 18.11.2016 lud die Band Walking Dead On Broadway zu ihrer Record Release Show in das Conne Island nach Leipzig ein. Mit im Gepäck: das brandneue Album „Slaves“, dessen Veröffentlichung man natürlich an jenem Abend gebührend feiern wollte.
Die Band selbst kommt aus Leipzig, somit ein Heimspiel für die Rasselbande.

Relativ verhalten sammelten sich die Leute vor dem Club. So richtig viele haben den Weg zur Location noch nicht gefunden, doch das sollte sich im Verlauf des Abends glücklicherweise ändern.

Im Vorfeld wurde kein Wort über die Supportbands verloren – und siehe da, es wurden mit Storyteller, The Green River Burial und Imminence dann doch ein paar mehr als geahnt. Pünktlich ging es los.

storyteller-logo

Und den ungeliebten Anfang machten Storyteller aus Dessau.

Eine frische, unverbrauchte Band mit großer Lust und guter Laune betrat den Ring.
Überraschung: Die Dudes machen doch tatsächlich Pop-Punk! Kurzum, sie haben stilistisch natürlich nicht offensichtlich ins Line-up gepasst, aber eine Show können sie definitiv spielen.

Frontmann Rico gab Vollgas, während Max an den Drums und die Gitarristen-Fraktion fit an ihren Instrumenten waren und ihr kurzes Set sehr solide herunterspielten.
Ob das Publikum jetzt abging oder nicht, Storyteller hatten Spaß und das ist die Hauptsache.
Als kleiner Flashback in eine einfachere Zeit war es schön zu sehen, dass sich Bands dieser Musik noch verschreiben.

Aber genug davon, jetzt wollten wir endlich ins Gesicht bekommen!

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The Green River Burial schienen unsere Gebete erhört zu haben. Sie traten dieses Mal jedoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf, denn die Deathcore-Brutalos würden an diesem Abend das letzte Mal auf der Bühne stehen und sich nach dem Gig trennen. Dafür musste der Auftritt aber noch einmal so richtig nach vorne gehen – und das tat er auch. Ihr Mix aus Djent-Sound, creepy Bozeman-Herumgelaufe, elektronischen Klängen und einem Haufen Breakdowns brachte die Menge zum Beben. Die Band weiß, was sie macht, wenn auch viele Klischees bedient werden.

Frontmann Gerald ist grundsympathisch; gerade durch seine netten Ansagen holte er die Meute auf seine Seite.
Technisch passte hier ebenfalls alles, auch wenn der Sound leider etwas unausgewogen schien. Das führte dazu, dass die ersten Breakdowns nicht so knackig kamen, wie man es gerne gehabt hätte. Schade, aber der Show tat es trotz kleinem Stromausfall keinen Abbruch.

Mittlerweile dürfte es in etwa gegen 22:00 Uhr gewesen sein und man freute sich schon auf den Hauptact. Doch halt, es kam noch eine weitere Band um die Ecke!

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Wir begrüßten die sehr postigen Imminence aus Schweden. Richtig gelesen, Walking Dead On Broadway haben sich nicht lumpen lassen und die Labelkollegen aus Skandinavien herangeholt. Dass sich jene freuten, in Leipzig spielen zu können, merkte man der Band deutlich an, vor allem, da sich Sänger Eddie nach gefühlt jedem Track für diese Möglichkeit bedankte.

Die Band bewegt sich zwischen Bring me the Horizon, Architects, Heart of a Coward und Parkway Drive, ist dabei aber immer sehr melodisch und hochkarätig.
Besonders Drummer Peter war ziemlich tight und haute ordentlich rein.

Hier stimmte einfach alles. Obwohl sich ihr Mix häufig wiederholt, war die Show sehr gut und eine perfekte Vorbereitung auf den Star des Abends: Walking Dead On Broadway.

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Bühne frei für die neuen Superstars von Arising Empire! Nach dem Intro von „Slaves“ gab es direkt auf die Zwölf. Leider gingen dabei auch sofort die Gitarren unter, weshalb der Einstieg etwas holprig daherkam. Das regulierte sich im Laufe der Show jedoch und die Band konnte ihr ganzes Potenzial zeigen.

Frontmann Robert war sichtlich erfreut, dass inzwischen so viele den Weg in den Club geschafft haben, um seine Band zu sehen. Die Gitarrenfraktion zeigte Muskeln, während das Schlagzeugspiel von Stephan – etwas erhöht platziert – beim Publikum schön differenziert ankam. So etwas wünscht man sich deutlich häufiger.

Inklusive einer kleinen Showeinlage war die Performance der Band sehr energiegeladen und abwechslungsreich. Die Zuschauer bekamen Tracks der EP und des letzten Albums sowie neue Songs aufs Ohr.
Viel Pause blieb zwischen den Titeln nicht, denn Walking Dead On Broadway wollten den Fans an diesem Abend so viel wie möglich zurückgeben. Die klassischen Mosh- und Circlepits durften dabei natürlich auch nicht fehlen.
Sowohl Band als auch Publikum hatten einfach Lust auf die Show.

Nach ihrer Performance wusste man schließlich auch, warum sie mit Größen wie Whitechapel oder Carnifex zusammenspielen. Der weitere erfolgreiche Weg der Band sollte jedenfalls geebnet sein.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend mit einem gut ausgewählten Line-up im Lieblingsclub der Stadt. Jeder einzelnen Band sollte man definitiv mal einen Besuch abstatten, denn hier war viel Gutes dabei.

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Details

Datum: 18.11.2016
Location: Conne Island, Leipzig

Copyright Artikelbild: Arising Empire



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Marcus
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