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Berichte

27. Februar 2017

Bericht und Fotos: VEIDstanz 2017

Am 28. Januar ging das Benefizfestival VEIDstanz zugunsten des VEID e.V. in die dritte Runde.

Benefiz? Festival? VEID? Verein? Erklärend dazu sei die kurze Info des Veranstaltungsflyers zitiert:

„Der VEID e.V. hilft und betreut Familien, die ein Kind verloren haben, und arbeitet dabei rein auf Spendenbasis.
Um diese wichtige Arbeit zu unterstützen, gibt es das VEIDstanz Benefizfestival.
Alle beteiligten Personen und die Künstler wirken daran ehrenamtlich mit, der Eintritt ist frei und jeder gespendete Cent geht zu 100 % an den Verein.“

Auch am 28.01. erhofften sich Veranstalter und Ehrenamtler zu Recht einen großen Zuspruch für ihr emsiges Wirken.
Dafür öffneten sich im Pfefferberg Haus 13 in Berlin um 15 Uhr offiziell bei freiem Eintritt die Türen für die mit hoffentlich spendabler Geste einkehrenden Zuschauer, denen man ein umfangreiches Line-up, bestehend aus acht Bands, servierte.

Nach den vorausgegangenen straffen und gut organisierten Vorbereitungen war es um 15:25 Uhr an Markus Symeon Blum, das Festival pünktlich zu eröffnen. Seinen Einblick in die Hintergründe des Events brachte er in angenehmer Prägnanz auf den Punkt und machte um 15:30 Uhr die Bühne für den musikalischen Teil des Abends frei.

Rebentisch

Diesen Reigen führten Rebentisch, ein Duo aus Berlin, mit einem Set von 30 Minuten an.
Stilistisch im „Pop ’n‘ Darkwave“, Gothic und Electro zu Hause, schien auch ihr Motto „Trauer ist tanzbar“ wie für dieses Festival geschaffen zu sein.

Hier ein paar bildhafte Eindrücke ihres Auftritts.

Galerie: Rebentisch (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)


(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

Doppelgänger

Ebenfalls aus Berlin kommend, lieferten die anschließend folgenden Doppelgänger ein weiteres Heimspiel am Abend.

Eindrücke ihrer Show gibt es hier zu sehen.

Galerie: Doppelgänger (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)

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Shade of Shambles

Mit Shade of Shambles enterte erneut eine lokale Band die Bühne und sorgte für Wave-Electro-Rock Beschallung.

Shade of Shambles in Bildern gibt es hier zu sehen.

Galerie: Shade of Shambles (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)

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Silberschauer

Trotz akribischer Vorbereitung ist auch ein gut organisiertes Festival nicht vor technischen Problemen gefeit und so galt es für die Zuschauer eine längere Umbauphase zu überstehen, bevor Silberschauer als weiterer lokaler musikalischer Act die Bühne betreten konnte.

Hier die Impressionen ihres Auftritts.

Galerie: Silberschauer (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)

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Intent:Outtake

Mit wachsendem Line-up am Abend stieg auch die Besucherzahl mittlerweile merklich an. Gerade zur rechten Zeit, um den persönlichen musikalischen Gewinner des Abends zu erleben. Intent:Outtake bestachen an diesem Abend durch ihr professionelles Auftreten und sorgten mit einer energiegeladenen Show für nachhaltigen Eindruck.

Bilder ihres Gigs gibt es hier zu sehen.

Galerie: Intent:Outtake (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)

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In Good Faith

Den Weg von Niedersachsen nach Berlin nahmen In Good Faith auf sich, um am VEIDstanz 2017 zu partizipieren.

Bilder zu ihrer elektronischen, tanzbaren Show gibt es hier.

Galerie: In Good Faith (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)

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Moderatoren-Intermezzo

Bevor der Abend mit den beiden Headlinern musikalisch fortgesetzt wurde, wurde der bereits vielversprechende Spendenzwischenstand von 626 Euro verkündet, dem sich die Ziehung der Tombola-Gewinner anschloss.
Alle dabei zu gewinnenden Pakete wurden von den teilnehmenden Bands selbst geschnürt und gestiftet – ein Fangeschenk der besonderen Art.

Herzparasit

Eines davon kam von Herzparasit, die, aus München angereist, ihrer Headlinerfunktion mehr gerecht wurden.

Hier die Fotos ihres Auftritts.

Galerie: Herzparasit (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)

(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

The Pussybats

Ebenfalls nicht aus Berlin, dafür aber umso enthusiastischer und extra aus Baden-Württemberg kommend standen The Pussybats als weiterer Headliner und Abschluss des Abends an.

Leider zeigte sich das Publikum an diesem Abend weniger ausdauernd, und so herrschte zur Zeit ihres Auftritts eher gähnende Leere im Zuschauerraum. Entsprechend zurückhaltend gestaltete sich die dortige Stimmung. Unbeirrt davon zogen The Pussybats ihre Show durch und lieferten hervorragend ab.

Galerie: The Pussybats (Photos by Barbara Becken, Babsis Bilder)

(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

Das Fazit zum Abend fällt vor allem durch die schwindende Besucherzahl gemischt aus. Positiv kann auf eine hervorragende Organisation, ein solides Line-up und eine stolze Spendensumme von insgesamt 680 Euro zurückgeblickt werden. Enttäuschend ist es hingegen ganz allgemein zu sehen, wie sich die Zuschauer die (noch) vorhandene Konzert-/Festivallandschaft und Live-Kultur selbst zerstören. Bei freiem Eintritt und einem satten Aufgebot an acht Bands im Rahmen einer Veranstaltung auf rein ehrenamtlicher Basis, sollte man doch meinen, dass es allein schon Höflichkeit und Anstand gebieten, das aufgefahrene Angebot und den Einsatz aller – auch jenen der Bands – wertzuschätzen. Da muss man sich leider nicht wundern, dass monokulturelle Züge im Live-Sektor zunehmen oder Veranstaltungsreihen komplett vom Aussterben bedroht sind. Schade. Umso schöner ist allerdings die bereits von Veranstaltungsseite bekanntgegebene Information, dass es 2018 erneut eine Ausgabe des VEIDstanz‘ geben wird.



Über den Autor

Conny
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"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde




 
 

 

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von Conny
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One Comment


  1. […] Dank an Conny Ohm und Babara Becken für diese tolle Perspektive. Der originale Beitrag ist mit Fotos bei […]



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