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Berichte

19. Juni 2016

Bericht und Fotos: DeepGround Jubiläumsparty mit Enemy I (Berlin, 04.06.2016)

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Verfasst von: Conny
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Was lange währt, wurde am 04. Juni 2016 endlich gut, denn nach langer Planungszeit fand an jenem Abend anlässlich unseres 2-jährigen Bestehens unsere Jubiläumsparty im Blackland in Berlin statt.

Neben den zahlreichen positiven Resonanzen auf unser Vorhaben wurden wir im Vorfeld vereinzelt ebenso gefragt, wie man als Onlinemagazin eigentlich auf die Idee kommt, ausgerechnet ein 2-jähriges Bestehen zu feiern.
Die simple Antwort lautet: Weil wir es können – und weil wir eben mehr sind als nur ein weiteres Magazin!
Was eventuell zunächst größenwahnsinnig klingen könnte, ist jedoch ganz uneigennützig gemeint gewesen, denn die Intention unserer Jubiläumsfeier war vorrangig, unsere unterschiedlichen „Partner“ (wie Labels, Promoter, Bands, Fans und Leser) an einem Abend zusammenzubringen und ihnen allen auf diese Weise für die letzten gemeinsamen Jahre schlicht zu danken.

Wie es letztlich überhaupt zu der Idee unserer Feier kam, welche Erfahrungen wir auf unserem Ausflug in die Welt des „Eventmanagements“ sammeln konnten und was alle Daheimgebliebenen bei unserem Veranstaltungsdebüt verpasst haben, lest ihr im Folgenden.

Vom einfachen Redaktionstreffen zur Jubiläumsparty

Ein erfolgreiches, aber auch ereignisreiches Jahr als neugegründetes Magazin lag hinter uns und wir kamen zu dem Entschluss, dass es an der Zeit sei, ein internes Redaktionstreffen zu veranstalten. Denn wie es häufig bei Onlinemagazinen der Fall ist, findet die meiste Arbeit und Kommunikation auf „virtuellem“ Wege statt, sodass ein persönliches Treffen und teilweise auch Kennenlernen eine naheliegende Konsequenz unserer Überlegungen war. Was bot sich da also besser an, als dieses Vorhaben mit dem 2. Geburtstag des Magazins zu kombinieren?

Doch was ist ein Magazin ohne Leser, Medienpartner und Bands bzw. Autoren und Künstler? Unsere Arbeit würde wenig Sinn machen, wenn es nicht kreative Menschen gäbe, die uns Material liefern, welches über Promoter, Label oder den Bands selbst an uns getragen wird. Daher ergab ein Gedanke den anderen und zu einer Idee gesellten sich zahlreiche weitere, sodass wir schließlich der Meinung waren: Sinn macht eine Feier nur, wenn wir sie gemeinsam mit unseren Wegbegleitern begehen würden.

Enemy I (Copyright: Enemy I)

Enemy I (Copyright: Enemy I)

Während die Planungen dazu bereits im Gange waren, stießen wir im Rahmen des Magazinalltags auf eine Band, die uns mit ihrer Debüt-EP „anywhere but here“ überraschen und aus der Masse an uns zugesandten Angeboten nachhaltig hervorstechen konnte.
Unser musikalischer Beitrag war daher mit Enemy I aus Berlin schnell gefunden und diese Entscheidung sollte sich dank ihrer Professionalität, Flexibilität und Zuverlässigkeit auch in den nächsten Monaten als eine maßgebliche Konstante in unseren Vorbereitungen erweisen.

Dieser Weg wird kein leichter sein

schalmeite einst Xavier Naidoo, der damit jedoch wohl kaum die Tücken besang, die sich einem Veranstalter manchmal auf dem Weg zum Ziel bieten. Man mag von Herrn Naidoo halten, was man will, doch diese Textzeile spiegelt hervorragend den weiteren Verlauf unserer Vorbereitungen wider.

Blicken wir aber auf die positiven Aspekte der Organisation, so muss an dieser Stelle zunächst das Blackland in Berlin erwähnt werden. Auf der Suche nach einer passenden Location stießen wir auf diese Rock- und Metalkneipe im Osten der Hauptstadt. Ein Besuch vor Ort ergab: Hier sind wir richtig! Nicht nur die gemütliche Örtlichkeit mit Außenbereich für die heißeren Temperaturen, sondern auch Blackland-Besitzer Pille und sein Team waren genau das, was wir gesucht haben. Für ihn und seine Crew Alltag, hatte er dennoch jederzeit ein offenes Ohr für sinnvolle und weniger relevante Fragen unsererseits und seine sympathischen Rückmeldungen à la „alles easy, Maus“ brachten mir augenzwinkernd in stressigen Zeiten stets eine gewisse Gelassenheit zurück.

Schließlich rückte der 04.06. immer näher. Die Gästeliste wuchs an, die Vorfreude stieg – und fand ein abruptes Ende am Vormittag des Veranstaltungstags, denn erschütternd aber wahr, mussten wir feststellen, dass – und diese Tatsache wird auch Comic-Fans unter uns schockieren – auch Superhelden nicht vor weltlichen Viren gefeit sind … damit standen wir nun ohne zweiten musikalischen Beitrag dar und auf die Schnelle konnte auch kein Ersatz mehr gefunden werden. Nach dem Motto „the show must go on“ – und weil uns eine großartige Band ja noch geblieben war – nahm der Abend schließlich seinen Lauf und fand tatsächlich seinen Höhepunkt im Auftritt von Enemy I.

Galerie: Jubiläumsparty – Impressionen

(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

Von einem musikalischen Beitrag zum Headliner

So schnell kann eine Band also aufsteigen, wenn sie sich auf ein Abenteuer einlässt, als dass sich unsere Jubiläumsfeier in unterschiedlichen Phasen der Organisation entpuppt hat. Und man muss im Nachhinein sagen: Zu Recht, denn Enemy I, die selbst während der Vorbereitungszeit mit einigen Hindernissen (wie fehlendem Proberaum oder ausfallendem Gitarristen) zu kämpfen hatten, verlängerten kurzerhand ihr Set und absolvierten einen mitreißenden Auftritt, der bewies, dass die Musikszene doch noch die eine oder andere Perle zu bieten hat, die es verdient hätte, weitaus größere Bühnen zu stürmen als jene des Blacklands, so gemütlich es dort auch ist.

Ihre abwechslungsreichen Songs lieferten für jeden des buntgemischten Publikums ein kleines Highlight. Neben Titeln der EP bekamen die Zuschauer zudem einige Kostproben des für Herbst angekündigten Debütalbums „Dysphoria“ zu hören.

Einzig mit dem Sound stand das Quintett an diesem Abend auf Kriegsfuß – oder sagen wir einmal so: Der Tontechniker des Blacklands schien von ihrer Musik so eingenommen zu sein, dass er es versäumte, den einen oder anderen Regler sinniger zu bedienen. Enemy I ließen sich davon nicht lange beirren und zogen ihre Show weiter durch. Vor allem ihr sympathisches Auftreten und eine energiegeladene Performance machten das Sound-Manko, für das die Band selbst nichts konnte, wett.

Insbesondere Gitarrist Marco erwies sich während des Gigs als unterhaltsame „Rampensau“, was gelungene visuelle Eindrücke des Abends zur Folge hatte, wie in der folgenden Galerie zu sehen ist.
Frontmann Rob DeVille sorgte zwischenzeitlich mit Wasserpistolengefecht für Abkühlung auf und vor der Bühne und auch die weiteren Interaktionen mit dem Publikum trugen zu einem unvergesslichen Konzerterlebnis bei.
Erwähnt sei außerdem Gitarrist Montassar Alibi, der als Vertretung extra aus München angereist war, um die Band auf der Bühne zu unterstützen.

Galerie: Jubiläumsparty – Enemy I. Live in Concert

(Alle Fotos bei Flickr ansehen)

Was nehmen wir mit?

  • allen voran gute Gespräche, nette Wiedersehen und neue Bekanntschaften
  • gleichzeitig aber auch die ernüchternde Tatsache, dass man als verantwortlicher Veranstalter weitaus weniger Zeit für jeden einzelnen Gast hat, als man gerne aufgebracht hätte
  • ferner eine Menge Erfahrungen durch unseren kurzen Ausflug in die Welt des Eventmanagements
  • und natürlich ein mitreißendes Konzerterlebnis sowie das Erleben der Band Enemy I, die uns ihre Headlinerqualitäten aufgezeigt hat und auf die man sich während der gesamten Planungszeit in jeder Hinsicht verlassen konnte

Livevideo: Enemy I – „Twinsight“

Bleibt die Frage: Machen wir solch eine Unternehmung noch einmal?

Definitiv sind wir verrückt genug, um uns einer Herausforderung dieser Art ein weiteres Mal zu stellen. Und wen auch immer wir dafür als „Special Guest“ zukünftig noch gewinnen können, eins steht fest: die Band Enemy I sollte sich bereithalten, denn sie ist von unserer Seite aus schon jetzt als Programmpunkt fest eingeplant.

Danksagungen

Abschließend wollen wir uns an dieser Stelle noch einmal explizit und von ganzem Herzen bei allen Beteiligten und Gästen bedanken, die unsere Jubiläumsparty zu einem gelungenen Abend gemacht haben, an den wir sehr gerne und in Verbindung mit zahlreichen positiven Erinnerungen zurückdenken werden.

Anerkennung und Dank an
– Enemy I & Monty, dem wir seine Anreise aus München hoch anrechnen
– Pille und der gesamten Blackland-Crew
– Andreas Plata & Team für das noch kommende Filmmaterial
– Nicole Wichmann (Silverangel Photography), Barbara Becken (Babsis Bilder) und Jan Wolff (USM) für die zusätzlichen tollen visuellen Eindrücke des Abends
– Jan Moritz für die Unterstützung vor Ort
– und last but not least all unseren Gästen aus nah und fern ebenso wie unseren Lesern, die leider nicht persönlich vor Ort sein konnten! 



Über den Autor

Conny
Conny

„Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.“ – Oscar Wilde






 
 

 

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  1. […] aller Fotos des Geburtstags und natürlich auch was so alles passiert ist, findet ihr in unserem Bericht […]



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