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29. Juli 2016

10 Jahre Splitter – 2012

Der Splitter Verlag feiert Geburtstag und wir feiern mit!

Jeden Monat werfen wir einen Blick zurück in die Verlagsgeschichte und stellen euch wichtige Veröffentlichungen aus den vergangenen 10 Jahren vor.

Am Ende jeden Beitrags gibt es für euch auch etwas zu gewinnen.

Weiter geht es im Jahr 2012!

Das Jahr 2012 ‑ übrigens das Jahr der Fledermaus! ‑ war zunächst vor allem von der Eurokrise geprägt. Außerdem war da auch noch die Affäre um Christian Wulff, der das Amt des Bundespräsidenten schließlich für Joachim Gauck freimachte. Schockierend war ebenso die Insolvenz der Unternehmenskette Schlecker, die ein großes Medienecho produzierte. Schon länger in den Medien präsent ist allerdings die Biene Maja, die in diesem Jahr 100 Jahre alt wurde. Außerdem feiern die Toten Hosen ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Schließlich bewiesen Red Bull und Felix Baumgartner mit einem Sprung aus der Stratosphäre, dass Red Bull wirklich Flügel verleiht (oder wie groß der Werbeetat einer Firma tatsächlich sein kann …).

Wie auf Schwingen geht es auch im Splitter Verlag voran. Mittlerweile erfreuen rund 10 Ausgaben pro Monat die Leser. Stellvertretend für dieses Verlagsjahr habe ich mir für euch El Mercenario  – Der Söldner (Band 1) und Zombies – Tod und Agonie (Band 0) angeschaut.

Drachen und der weibliche Körper – „El Mercenario“

Schon der erste Blick auf das Cover von „El Mercenario“ zeigt, dass an dieser Reihe etwas ungewöhnlich ist. Das liegt gar nicht unbedingt am Sujet, schließlich sind Drachen, Ritter und holde Maiden typisch für das klassische Fantasy-Genre. Nein, es liegt an der Optik. Sowohl die Geschichte als auch das Artwork stammen aus der Feder von Vicente Segrelles. Allerdings darf man hier Feder nur metaphorisch verstehen, denn Segrelles erschafft seine Panels mit Ölfarben. Ein Comic in Ölfarben? Richtig gelesen!

el-mercenario-coverDurch den Farbanstrich verzichtet der Maler beispielsweise auf die typischen schwarzen Konturen, die sonst klassisch für die Comic-Optik sind. Stattdessen schafft er mit seinen Farben realistische, lebendige Szenerien, die sowohl Hintergründe als auch Figuren in bestem Licht erstrahlen lassen. Neben den beeindruckenden Drachentieren hat er sich besonders dem weiblichen Körper verschrieben. Nicht verwunderlich ist daher, dass jede junge Dame in diesem Buch leicht bis gar nicht bekleidet ist. Immerhin handelt es sich zwar um äußerst hübsche Frauenkörper, die allerdings durchaus der Realität entsprechen dürften.

Wer sich also nicht an nackter Haut stört (oder davon ablenken lässt), kann sich der Story um „El Mercenario“ zuwenden, die mit einiger Fantasie aufwartet.
Zunächst stellt ein unbekannter Erzähler fest, dass in den Bergen des Himalaya, über der undurchdringlichen Wolkendecke ein vergessenes Land existiert, in welchem sich aus Dinosauriern Flugechsen entwickeln konnten. Dort lebt auch unser Held, der Söldner. Sein erster Auftrag ist die Rettung einer (recht lüsternen Ehe-)Frau in Nöten, allerdings geht bei dieser Aktion nicht alles ganz glatt … sodass er zufällig ein Land unter den Wolken entdeckt. Als wäre das nicht genug, findet er auch noch eine verschworene Gemeinschaft in den Wolken, die es zu erforschen gilt.

Tja, und damit wäre der Großteil der 64 Seiten auch schon gelesen. Storytechnisch sicherlich nicht überragend innovativ, aber solide. Darauf kann man in den folgenden Bänden gut aufbauen. Für etwas mehr Hintergrundwissen stehen am Ende übrigens noch einige Seiten Bonusmaterial und ein Kunstdruck bereit, schließlich gibt es den Söldner als Collectors Edition. Allein deswegen ‑ und wegen der grandiosen Optik ‑ sollte hier jeder mal einen Blick wagen!

Antiheld und Apokalypse – „Zombies“

Titel Nummer 2 kommt zunächst ebenfalls nicht als Genrerevolution daher. Das Thema „Zombies“ kommt und geht in allen Medien seit Jahrzehnten ‑ und gerade haben wir wohl so etwas wie eine kleine Renaissance. Dass man es damit wegen der großen Konkurrenz nicht leicht hat, merkt auch der Protagonist dieses Comicbuches:

zombies-tod-und-agonie-coverSerge Lapointe ist ein kanadischer Schauspieler, der vor langer, langer, langer Zeit mit Zombie-Trash-Filmen erfolgreich war. In seiner Heimat gewinnt er damit aber keinen Blumenstrauß mehr, sodass er nun auch die kleinsten Aufträge annehmen muss, um sich überhaupt finanzieren zu können. Gerade ist er in Russland, als weltweit eine echte Zombieapokalypse ausbricht. Überlebenstechnisch sieht es echt mies für ihn aus, denn Kampferfahrung hat der gealterte Schauspieler nun wirklich nicht, nicht mal eine halbwegs solide Konstitution bringt er mit. Nur ein riesen Ego und eine Handvoll Leute, die ihn irgendwie zum internationalen Flughafen bringen wollen. Dabei macht er so dermaßen viele Anfängerfehler, dass man ihm am liebsten erst mal „Zombieland“ zeigen würde!

Nichtsdestotrotz vermögen uns Autor Olivier Peru und Zeichner Lucio Alberto Leoni mit ihren „Zombies“ durchaus zu unterhalten. Denn trotz ‑ oder gerade wegen? ‑ seiner Fehler zeigt Serge so typische Verhaltensmuster, dass dem Leser sein innerer Zwist zwischen „dämlichem Heldentum“ und „egoistischem Überleben“ schnell klar wird. Außerdem fängt Leoni die gedrückte Stimmung einer Apokalypse in seinen Panels gekonnt ein. Insbesondere die unzähligen Untoten schaffen ein Bild des Grauens, das durch Mark und Bein geht. Dass vor allem die großformatigen Darstellungen dabei manchmal sogar einem Wimmelbild ähneln, gibt dem Ganzen einen dezent zynischen Anstrich, der dem Genre einfach gutsteht.

Der 0. Band von „Zombies“ liefert unterm Strich einen ersten Einblick in die Apokalypse nach Peru und Leoni. Wer ein Genrefan ist, wird die nachfolgenden Bände sicherlich auch gerne lesen!

Und nun seid ihr gefragt!

Gewinnspiel

Nehmt für ein Exemplar von

„El Mercenario  – Der Söldner (Band 1)“

oder

„Zombies – Tod und Agonie (Band 0)“

an unserer Verlosung teil!

Hinterlasst uns einfach einen Kommentar mit eurem Wunsch unter diesem Beitrag oder unter dem entsprechenden Post bei Facebook.
Unter all diesen Kommentaren wird dann ein Exemplar der Comics („El Mercenario  – Der Söldner (Band 1)“ sowie „Zombies – Tod und Agonie (Band 0)“) verlost.

Bis zum 07.08.2016, 12.00 Uhr könnt ihr teilnehmen, die Gewinner werden dann per random.org ausgelost und kontaktiert.

Wir haben soeben die Gewinner mittels Random.org ermittelt – Gratulation an dieser Stelle an Dirk und Jessica.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und wünschen jenen, die nicht gewonnen haben, viel Glück beim nächsten Mal! 🙂

Das Mindestalter für die Teilnahme beträgt 18 Jahre.

Alle Mitarbeiter des DeepGround Magazines sind selbstverständlich genauso wie der Rechtsweg ausgeschlossen. Ihr erklärt Euch damit einverstanden, dass wir nach Beendigung des Gewinnspiels Eure Adressdaten an den Splitter-Verlag weitergeben, damit Eurer Gewinn direkt zu Euch gesendet werden kann.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

El Mercenario – Der Söldner (Band 1)

1980 schickte der katalanische Ausnahmekünstler Vicente Segrelles, Neffe des namhaften Malers und Illustrators José Segrelles, seinen mysteriösen anonymen Söldner erstmals ins Land der Drachen, schönen Mädchen und ewigen Wolken. Das spektakuläre, geradezu fotorealistische Artwork sorgte für eine regelrechte Sensation. Zum ersten Mal war ein gesamtes Comicalbum Panel für Panel als Ölgemälde realisiert worden.

Grund genug für uns, Segrelles’ ambitioniertes Lebenswerk mit einer »Collectors Edition« zu adeln.

Seinem Stellenwert als ganz großer Vertreter unter den Fantasy-Epen innerhalb der Comicliteratur entsprechend, erscheint das inzwischen 13 Alben umfassende Werk in der gewohnt opulenten Collectors-Ausstattung als edles Hardcover in hochwertiger Druckqualität und mit beigefügtem Kunstdruck. Zusätzlich aufgewertet wird jedes einzelne Album dieser Neuedition durch eine vom Künstler selbst verfasste »Hinter den Kulissen«-Bonusstrecke, die die Einzelheiten des Schaffensprozesses jedes Bandes im Detail beleuchtet und dem interessierten Leser einen ganz persönlichen Zugang zum Künstler und seinem außergewöhnlichen Werk ermöglicht.

(Quelle: Splitter Verlag)

Autor: Vicente Segrelles
Zeichner: Vicente Segrelles
Einband: Hardcover, inkl. Druck
Seiten: 64
Band: 1 von 14
ISBN: 978-3-86869-464-2
Verlagshomepage: Splitter Verlag

Copyright Cover: Splitter Verlag

Zombies – Tod & Agonie (Band 0)

»Nicht überrascht der Tod den Weisen, der stets bereit ist, abzugehen…« Jean de la Fontaine

Der Mensch steht nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette, denn die Zombies haben ihm den Platz streitig gemacht, und nichts scheint sie aufhalten zu können.
Die Pandemie, die in den unterentwickelten Ländern ihren Anfang nahm, breitet sich rasend schnell über den Rest der Welt aus. Allerdings schätzen die Industrieländer das Risiko nicht hoch genug ein. Auch LaPointe schlägt sich weiterhin als Schauspieler in kanadischen B-Movies durch, als wäre nichts geschehen. Als Ehrengast eines Horrorfilm-Festivals sitzt er jedoch plötzlich in Russland fest. Und merkt schnell, dass das Abschlachten hunderter von Untoten in den Horrorstreifen nicht viel mit der Realität zu tun hat. Ohne Stuntman oder Special Effects muss er die Rolle seines Lebens spielen…

Das Prequel zur Erfolgsserie!

(Quelle: Splitter Verlag)

Autor: Olivier Peru
Zeichner: Lucio Alberto Leoni
Übersetzer: Tanja Krämling
Einband: Hardcover
Seiten: 48
Band: 1 von 7
ISBN: 978-3-86869-463-5
Verlagshomepage: Splitter Verlag

Copyright Cover: Splitter Verlag



Über den Autor

Ivonne
Ivonne
"Gute Bücher sind Zeitgewinn, schlechte Bücher Zeitverderber, gehaltlose Bücher sind Zeitverlust." - Rosette Niederer




 
 

 

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5 Comments


  1. Christian

    Tolle Serie. Es ist immer wieder interessant in der Splitterhistorie zu stöbern.

    El Mercenario sieht sehr stark aus. Die Öl-Panels wecken definitiv mein Interesse.


  2. Zombies ist schon die Sonderausgabe bestellt, es muss also El Mercenario sein 😉


  3. Thomas

    Ich möchte an der Verlosung von „El Mercenario“ teilnehmen.


  4. Pizzataxi

    El Mercenario ist toll gezeichnet, die Stories sind … einfach. Zombies habe ich nicht gelesen, deshalb: Zombies!


  5. In Hinblick auf die schönen Sondereditionen, von denen ich schon drei mein Eigen nennen darf, würde ich mich über einen Einblick in Zombies freuen.



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